Was Indien mit einem Kind des Westens anstellt…

•Juli 26, 2008 • 1 Kommentar

 

 

Das ist nicht so einfach zu erklaeren ich befinde mich mitten im Kampf der Kulturen,in meinem Koerper(den ich nur noch liebevoll Baustelle nenne),in meinem Herzen und ja auf der Strasse.

Gestern waren wir zum SANDWICH-Essen bei unserem Chef eingeladen.

Ja Sandwich(labbrige Weissbrotscheiben) und Cola, das sind die Dinge, bei denen ich mir in Deutschland nie vorstellen konnte, dass ich mich darueber freuen koennte,wie ein kleines Kind.

 

Ich werde mir hier immer bewusster, was fuer ein Kind des Westens doch in mir schlummert.

Daheim schimpfte ich ueber Shoppingmalls und Fastfoodriesen, wie PizzaHut, KFC und Mc Donalds und unserer neuster Liebling: Baskin and Robbins -> hier gibts das beste Eis ueberhaupt…, hier erhellt sich mein Gesicht, mein Koerper atmet beruhigt auf und kann pausieren und ich spuere Heimatgefuehle in mir aufkommen…

Was mir zusaetzlich zu schaffen macht, sind die sauna und kneiptour-aehnlich wechselnden Temperaturen…bin ich im Paradies, also in der Shoppingmall…muss ich alle Fetzen die ich habe um mich wickeln und zittere in meinen FlipFlops,aehnlich ist es in den AC-Zuegen und ganz schlimm:in den Kinos, teilweise habe ich meine Zehen vor Kaelte nicht mehr gespuert und huepfe ich dann nach draussen, pralle ich erst mal zurueck vor einer Wand aus Feuchtigkeit,extremer Hitze und Ausduenstungen von Mensch, Tier und Auspuffrohren aus allen moeglichen Konstruktionen.

 

Aber zurueck zum Abendessen(s.o.), mich hat die Geschichte unseres Chefs Mr.Navneet und seiner Frau sehr bewegt.

Ist mir doch von Lektuere deutlich bewusst gewesen, dass das Kastensystem in den Koepfen und Herzen der Menschen in Indien teilweise noch stark verankert ist,aber die bewegende Geschichte von zweier Menschen mitzubekommen,die mir in letzter Zeit nahe gekommen- und ans Herz gewachsen sind, ist etwas ganz anderes!

Die Beiden verliebten sich schon in der Schule und fuer beide war es klar, dass sie zusammen sein wollten.

Bis Sie ihm beichtete welcher Kaste sie angehoerte(aus dem Gespraech mit Ihnen wurde nicht deutlich,wer von beiden in einer hoeheren und wer in einer niedrigeren Kaste ist-schwerer ist es auf jeden Fall,wenn die Frau in einer hoeheren,angeseheneren Kaste ist) das lies ihn denoch in seiner jugendlichen Verliebtheitnicht zurueckschrecken…

Er wollte sie heiraten.

Ihre Eltern waren liberaler und standen einer Heirat nicht im Wege, seine Eltern waren strickt dagegen, liessen sich nicht umstimmenund brachen bis auf weiteres den Kontakt zu ihm ab.

Die Beiden heirateten dennoch,kurzentschlossen und fuer Indien sehr unueblich, innerhalb eines Tages.

Er kam von Rajahstan und traf sie in Delhi und sie heirateten in stiller Zweisamkeit in einem Tempel.

Dies gleicht immer noch einem Abenteuer, einem Skandal, einer tragisch-romantischen Bollywoodgeschichte, in einem Land wo die Vorbereitungen  fuer wohl ueber WOchen gehen und eine Hochzeit dann auch noch mindestens eine Woche dauert…die Familie und Gesellschaft bei der Partnerwahl so eine tragende Rolle spielt.

Waeren seine Eltern aermer und weniger gebildet gewesen, haetten sie wohl fuer immer mit ihm gebrochen….Jetzt nach einigen Jahren Ehe haben sie die Verbindung akzeptiert und kommen die Beiden sogar besuchen.

Dennoch ist er in seinem Heimatort immer noch ein unverheirateter Mann, niemand dort weiss von der Verbindung und wuerden die Gemeindemitglieder von der Verbindung erfahren, wuerde die Familie gaenzlich aus der Gesellschaft ausgeschlossen und die Ehre nicht mehr zu retten sein!!!

Oh man…wie in dem schlechtesten Bollywoodfilm…

Im Laufe des Abends haben wir noch viele aehnlich Geschichten gehoert von diesem Land und seinen Menschen zwischen starren und harten Traditionen und dynamischer westlicher Moderne…

Jeden Tag aufs Neue sehe ich mich konfrontiert mit diversen Konflikten, ob ich dies und jenes sagen darf, ob ich richtig gehe, mich kleide etc.

Indiens Extreme bedeuten fuer mich eine endlose Konfrontation, ich habe hier schon wirklich alles gefuehlt…und mittlerweile weiss ich,dass ich vieles was ich glaubte zu wissen weiter hinterfragen muss und mein Unwissen mit dem mehr an Eindruecken und Erfahrungen eher zu wachsen scheint…

Oft sehe ich mich einsam in einer grossen Menschenmasse, der kleine mini Wunsch kommt auf, sich auf ne bloede Parkbank setzten zu wollen,an einen poppeligen oeffentlichen Ort, ohne dass sich nur einen Kopf nach dir umdreht, dich jemand verfolgt, anstarrt oder angrapscht….

Mr Navneet meint, dass die groesste Schuld wohl an den Medien liegt, die Menschen des Westens als verschwenderische, glamour, material und vor allem sexsuechtig darstellt.

Frauen sind leicht zu haben und immer bereicht zu poppen…oder so aehnlich…(ok das war jetzt auch uebertrieben :) )

Gleichzeitig ist da aber auch die Bewunderung und die manchmal gottesaehnlich Anbetung von den Menschen zu spueren,wenn sie uns sehen…Autogramme und Fotos sind gerne gewollt und unglaublich beliebt.

Mit diesen und mehr Widerspruechen gilt es zu ringen, ich lasse mich immer wieder gerne verwirren und trotzdem frage ich mich mit einem weinenden oder lachenden Auge was dieses verdammte Land noch weiter mit mir anstellen wird….

eure sylvi

 

hm und ja alice,ich bin zugegeben etwas schreibfauler,was wohl auch an der schwuele liegt, die meine gedanken laehmt. Ines kommt mir oft zuvor und ich finds super wie gerne sie in die tasten haut…

alles andere werde ich ergaenzen…

so ich glaub ich such mir mal ein klo :)

Der Blick aus meinem Fenster !

•Juli 25, 2008 • 2 Kommentare

Diese Zeilen entstehen tatsaechlich aus einer Art Langeweile. So sind die Tage manchmal lang hier in Madhya Pradesh, da es nicht immer viel Arbeit gibt. Dann schaue ich aus dem Fenster. Das Fenster , dessen Rahmen aus einem mir sehr hochwertig qualitative guten dunklen Tropenholz besteht Es ist circa 1, 7 Meter breit und 1,2 Meter hoch . Es sieht aus, als bestuende es aus vier Tueren nebeneinander. Dabei ist die obere Haelfte der Tueren jeweils mit einem kleinen Glas verziert, welches ein Milchglasmuster aus Karos traegt. Die beiden Innentueren lassen sich nach innen oeffnen und es erscheint ein huebsch verziertes Einbruchsicheres Eisengitter, dahinter ein Moskitoschutzgitter. Die meisten Fenster sind hier so gebaut. Den Kopf richtig hinausstrecken kann ich also nicht. Dass ist nur jenen priviligiert, die einen Balkon besitzen.

Nun schaue ich nach links sehe ich die selbstgebaute Huette unserer Koches. Sie besteht aus kleinen Hoelzern, Blaettern, Folie, groesseren Hoelzern und einigen anderen nuetzlich Fundsachen zur Stabilisierung dieser fuer mich erscheinenden Notbehausung. Er wohnt dort mit seiner Frau und seinem Sohn. Eigentlich schlaeft er nur dort, denn er arbeitet bei uns im Haus von 7 Uhr bis 23 Uhr. Bleibe ich mit dem Kopf nach links gerichtet und blicke weiter Richtung Horizont, kann ich die Hauptverkehrstrasse Delhi – Bombay sehen. Hier passieren taeglich Unmengen von LKW die laendliche Gegend. Diese LKW-Fahrer und ihre Gelueste nach Sexuellen Kontakten begruenden eines der auch von GIDF laufenden Projekte zur Aufklaerung ueber AIDS/ HIV. Die Zahlen der HIV Erkrankten sind in den letzten Jahren dramatisch gestiegen, aktuelle Zahlen sagen, dass tatsaechlich um die 50 Prozent der LKW Fahrer, welche sich Sex kaufen, noch nie etwas von AIDS gehoert haben. Da Sex in diesem alles andere als ein oeffentliches Thema ist, ist die Aufklaerungsarbeit eine besondere Herausforderung. Wir denken, das Abdhesh die geeignete Person ist, diese Arbeit gut zu leisten. Er leitet dieses Projekt von GIDF hier in M.P.

Die vielen Trucks, die hier vorbeifahren sehen so bunt aus , wie ich es selten in Deutschland sah. Sie sind mit Bluemchen, bunten Farben und Ornamenten verziert. Sie sind rosa, gelb, orange oder gruen angemalt, eigentlich alle Farben , die man sich so vorstellen kann. Und nicht zu vergessen die grosse Aufschrift hinten: HORN PLEASE! (Bitte hupen!!) Ja hupen ist hier erwuenscht und alle tun es staendig.

Wandert mein Blick weiter nach rechts sehe ich vor mir sich weit erstreckend eine grosse Gruenflaeche, welche von unserer heiligen Kuh Elsa abgegrast wird, aber auch zu grossen Teilen mit viel Muell bespickt ist. Elsa wurde vor circa zehn Tagen an der Strasse angefahren. Seitdem wird sie von uns gepflegt. Wie ich bereits einmal erwaehnte sind Kuehe hier heiliger als Menschen. Den Namen hat Sylvi ihr gegeben. Wir schauen taeglich nach ihrem Wohlbefinden, es geht ihr schon sehr gut. Sie trinkt bereits 5 Liter am Tag.

Neben dem Gruenzeug vor mir, steht unter meinem Fenster ein riesiges Anmischgeraet fuer Beton. Es liegen ein paar Steine rum, sieht aus wie eine Minibaustelle, die schon ewig vor sich hinduempelt. Weiter geradeaus in der Ferne sehe ich ein paar Haeuser. Eines sieht auch nur so halb fertiggestellt aus. An einer grossen Hauswand weiter rechts, sehe ich Werbung. Bei uns wuerde ich es ein Plakat nennen. Plakate in der uns bekannten Pappe, Papierform gibt es selten. So ist die Werbung an die Hauswaende rangemalt mit Farbe! Das ist wahre Handwerkskunst. Ich finde das toll! Eine Haeusersiedlung befindet sich wenn ich nach ganz rechts in die Ferne schaue. Etwas weiter nah ist ein kleiner Tuempel. Dieser ist der Zufluchtsort der BUFFALOS. Ja die Wasserbueffel, sie haben es gut in diesem Land. Sind scheinbar die einzigen die in freier Wildbahn nach Lust und Laune baden gehen koennen. Das tun sie dort auch. So sind oefter mal nur ihre Koepfe aus dem Wasser rankend zu sehen. Wenn sie genug haben, ueberqueren sie die Gruenflaeche vor meinem Fenster und schleppen ihre schwarzen glaenzenden Koerper ueber den Boden. Ich mag ihre Hoerner. Unser taeglicher Chai Tee, schmeckt dank ihrer Milch so gut.

Das war ein kleiner Ausflug nach draussen. Ich hoffe ihr hattet Freude bei der Reise. Mir hat es ein wenig das Leben in der Einoede verziert. Auf bald.  Eure I.

Projektarbeit

•Juli 21, 2008 • 3 Kommentare

Fuer alle die in unsere Arbeit interessiert sind, zeigen wir an dieser Stelle ein paar Bilder. Detaillierte Arbeitsbeschreibungen werden folgen. Wenn ihr Fragen habt, koennt ihr sie natuerlich gerne stellen.

Unicef Health Care Center

Unicef Health Care Center

Wochenenden und Henna

•Juli 21, 2008 • Kommentar schreiben

Gestern haben wir unsere erste Henna Bemalung bekommen. Oder auch besser genannt, Henna Tatoo. Gestern war Sonntag und sonntags haben die meisten Menschen in Indien auch frei. Die Arbeits- und Schulwoche dauert hier fuer gewoehnlich von Montag bis Samstag. Dabei ist zu erwaehnen, dass Samstag der Arbeitstag meistens ein wenig kuerzer ist und die Angestellten weniger foermliche Kleidung tragen. So konnten wir in unserem Office in Delhi, als auch jetzt koennen wir in unserem Office in Madhya Pradesh beobachten, dass die Kleidung an Samstagen sehr legere ist. Die Frauen koennen Saris und Salwar Kameez tragen, auch den Maennern ist es an den Wochenende zugesagt, dass sie schlipsfrei und in Jeans erscheinen. Insbesondere im Office in Delhi wird sich sehr genau an die Kleiderordnung gehalten.

Nun haben wir also unseren freien Sonntag damit zugebracht lange auszuschlafen, was in Wirklichkeit kaum notwendig ist, da unsere Arbeit sowieso niemals vor 11 Uhr beginnt, wir also taeglich die Moeglickeit haben lange zu schlafen. Da es hier keine Ablenkungen gibt, sprich Fernsehen, Internet, andere Menschen, Ausgehmoeglickeiten, … schlafen wir in der Regel viel und sind sehr ausgeruht. Der gesamte Tag ist troz mehr oder weniger Arbeit sehr entspannt, da die Uhrzeit auch kaum eine Rolle spielt. Die Tatsache, dass hier in Indien 11 Uhr nicht immer gleich 11 Uhr bedeutet, und dass “in 15 Minuten” nicht genau das bedeutet, sondern vielmehr eine Bedeutung von vielleicht “in einer Stunde”, “wird bald erledigt”, oder “ist in Arbeit” hat, das erkennen wir nach und nach. Ganz daran gewoehnt sind wir noch nicht, das spiegelt sich darin wieder, wenn wir uns mal wieder wundern, dass noch immer nichts von dem geschieht, was angesagt worden ist. Hier zaehlt einzig und allein die Tat. So lernen wir weniger Fragen zu haben, die Worte welche Daten oder Uhrzeiten angeben nicht allzu Ernst zu nehmen und insgesamt freier mit der Zeit zu verfuegen. Ich kann dabei feststellen, dass es definitiv weniger Stress verursacht.

So kommen wir nicht in Hektik oder Eile, wenn wir merken, dass die Uhr bereits 10.55 Uhr anzeigt, und wir in 5 Minuten bei der Arbeit sein sollten. Denn das zaehlt hier nicht. Auch hier ist die Tat entscheidend, und die Uhr ist ausschliesslich eine Richtlinie. Da koennen wir uns doch eine Scheibe abschneiden um dem ungesunden Stress, dem Zeitdruck und anderen daraus resultierenden Problematiken auszuweichen.

Nun zurueck zu unserem Sonntag. Wir schliefen also aus. Fuer 14 Uhr waren wir in unserem Haus mit der Frau verabredet, welche uns die Hennas machen sollte. 13 Uhr war das Mittag angesetzt. Nun, das Mittag gab es gegen 14.15 Uhr. Die Frau erschien so gegen 15.30 Uhr. Es hat alles gut gepasst. Irgendwie stimmen sich alle ohne Uhr ganz unterbewusst ab und wissen wo und wann der richtige Zeitpunkt zum erscheinen ist.

Nun sind wir also seit gestern zwei schoen bemalte Damen. Sowohl unsere Haende und Unterarme, als auch unsere Fuesse sind verziert mit dekorativen Hennamustern. Erstaunt sind wir besonders ueber unsere zunaechst dunkelbraunen, mittlerweile rotbraunen Fingerkuppen. Diese Form von Schmuck, wie ihn jede indische Frau in ihrem Leben mehrmals traegt und liebt, ist eine sehr schoene, die einen aussergewoehnlichen , sehr femininen Charme hat. Wir lieben Henna!

Das Haar wird sich in Indien auch fast ausschliesslich mit Henna gefaerbt. Ja das ist jene Farbe, welche im Westen jene Frauen bevorzugen, die ihr Haar besonders schonend faerben wollen, denn Henna ist ein rein pflanzliches Produkt, welches aus den Blaettern einer Gruenpflanze gewonnen wird. Ritu hat mir bereits angeboten die Haare zu faerben, indem sie mir eine Tuete mit gruenem Pulver vor die Nase stellte und mit Haenden und Fuessen zu erklaeren versuchte, wie eine Faerbung von statten geht. Nein danke, ich bleibe erstmal bei meinem blondem Haar, auch wenn ich mit einer roten Haarpracht in diesem Land vielleicht ein wenig mehr in den Genuss von Anonymitaet kommen wuerde.

In Indien faerben sich nicht nur die Frauen ihr Haar. Nein, bei Maennern ist das Haarefaerben mit Henna ebenso beliebt. So erhaelt schwarzes Haar einen glaenzenden Rotstich und was viel interessanter ist, ist das Faerben von grauem Haar! So koennen wir taeglich und ueberall aeltere Maenner mit rotem Haar sehen, welches nur so schoen rot ist, da der Grundton des Haares nicht mehr Schwarz, sondern Grau ist. Also auch hier ist Mensch eitel und moechte graues Haar verdecken , jedoch nicht mit Schwarz, ein roter Hennastich ist schon genug. “Indian Culture.”

Ines und Sylvi in einem goldenen Kaefig.

•Juli 21, 2008 • Kommentar schreiben

Madhya Pradesh, einer der Bundesstaaten, welcher touristisch wenig erschlossen ist, dennoch bezaubernd schoene Landstriche verborgen hat. Unsere Fahrt hierher dauerte aufrgund eines technischen Defektes drei Stunden laenger als erwartet. So kamen wir nach fast 13 Stunden Zugfahrt 2:30 Uhr in der Nacht an. Prompt hatten wir die ersten Schritte aus dem Zug getan , standen zwei junge Maenner vor uns und sagten “GIDF”. Natuerlich brauchten sie kein Namensschild um uns zu erkennen, denn natuerlich waren wir die einzigen blonden weissen Frauen, die mitten im Nirgendwo Zentralindiens aus dem Zug stiegen. Einr kurze, aber holprige Fahrt brachte uns an den Ort, an dem wir die naechsten Wochen schlafen wuerden. Wir schliefen sofort ein, als wir im Zimmer waren. Am naechsten Morgen 10 Uhr hatten wir bereits die erste Verabredung. Nun dieser Ort ist ein kleiner. Es gibt circa 1000 Einwohner, von denen ein sehr grosser Teil zu der hier ansaessigen Gasfirma gehoeren. Diese Firma hat hier eine Kolonie, so nennt es unsere Organisation. Das heisst, dass sie ein grosses Gebiet besitzt, welches umzaumt ist, und von den Mitarbeitern der Firma bewohnt wird. In dem umzaunten bewachten Gebiet, gibt es alles, was Mensch benoetigt, um gut leben zu koennen, die Kolonie muss nicht verlassen werden, denn hier kann alles eingekauft werden, alle Erledigungen absolviert werden, spazieren gegangen werden und vieles mehr. Es ist ein kleines Paradies in dieser aermlichen laendlichen Gegend, welches fuer die normale Dorfbevoelkerung nicht zugaenglich ist, von Wachposten rund um die Uhr bewacht, haben nur wenige wichtige Leute, ausserhalb der Mitarbeiter Zugang. So gehoeren wir, oder besser unsere Organisation dazu, welche dank dieser Gasfirma hier in M.P. noch taetig sein kann, denn sie sind einer der Hauptspender. Irgendwie absurd, aber Tatsache. Ein goldener Kaefig jagt den naechsten. Wir selbst sollen unser Haus nicht ohne Bescheid zu geben verlassen, wenn wir es verlassen, dann duerfen wir alleine ohne Begleitung nur bis zum Buero gehen, welches circa zwei Gehminuten entfernt ist. Nein, weiter gehen wir nicht. Bei Zeiten verweilen wir ein paar Minuten im Hinterhof des Officegebaeudes um die vor ein paar Tagen angefahrene Kuh zu besuchen, welche aufgrund ihrer Heiligkeit in diesem Lande von allen sehr gut versorgt wird, bis ihr verletztes Bein wieder gesund ist. Einem Menschen unterster Kaste wird selten so viel Aufmerksamkeit geschenkt wie einer Kuh. Selbst dann nicht, wenn er leicht oder auch schwerer verletzt ist.

Manchmal sitzen wir im Vorgarten unseres Hauses, welche circa 2 Meter breit ist und als Ausblick eine grosse weisse Mauer bietet. Vermutlich ist die Ausgangssperre, welche vermutlich aus Sorge um uns und die unwissende Dorfbevoelkerung verhaengt wurde, ein Grund, warum alle sich sonst ruehrend um unser Wohlbefinden, vor allem um sehr gutes und ausreichendes Essen kuemmern. Es ist uns kaum moeglich ausserhalb der Office, oder unsere Wohnstaette frei zu bewegen. Ich kann mich dem anpassen, mit der Aussicht, dass es nur fuer wenige Wochen so ist. Auch wenn ich liebend gerne in den Genuss von Spaziergaengen durch die gruene unberuerhte Landschaft kommen wuerde. Die Sylvi muss bei Zeiten mit sich kaempfen, dass es ihr kaum moeglich ist, fuenf Minuten alleine draussen sein zu duerfen. Wie uob wir noch was an dieser Situation aendern koennen oder wollen wird sich zeigen. Das Land ist eben ein anderes, GIDF sieht sich hier als Verantwortlichen fuer uns. Sie meinen es nur gut, fuer uns ist es nur ungewohnt. Insgesamt geht es uns, das sage ich jetzt mal von uns beiden, gut. Da es weder Internet, noch Telefon und wenn dann nur Hindifernsehen gibt, haben wir viel Zeit zum lessen, schreiben, schlafen, meditieren, essen und unterhalten. Um ein bisschen Bewegung in unseren Tag zu bringen, auch wenn wir zu den Projekten nach ausserhalb fahren, bewegen wir uns kaum, ausser, dass wir auf Motobike aufsteigen, absteigen und ein paar Meter laufen, nehmen wir das Angebot von Abdesh an, der nach seinen Angaben, von Montag bis Samstag einen “Morning-Walk” von circa einer Stunde macht, ihn dabei zu begleiten. Start ist 5 Uhr in der Frueh. Im Anschluss koennen wir nochmal schlafen gehen, bevor die Arbeit gegen 11 Uhr beginnt. Meine Wenigkeit nutzt die Zeit sich der in Deutschland vernachlaessigten Meditationspraxis wieder mehr zu widmen. Viele Inder tun es dem Abdesh gleich und stehen fuer unsere Verhaeltnisse ungewohenlich frueh auf, um sich einer taeglichen Morgenuebung zu widmen. Wir koennen hier von Ihnen lernen. Und sie von uns?

eure Adressen / direcciones !!!

•Juli 19, 2008 • Kommentar schreiben

MEINE LIEBEN,

Ich will euch so gerne Briefe schreiben also BITTE schickt mir eure ADRESSEN, ich kann die nur noch teilweise auswendig und will doch auch dass sie ankommen….

HAB MEIN ADRESSBUCH zu Hause vergessen!!!

Keine Ahnung wann wir wieder Internet haben,ist hier auf dem Dorf alles bischen schwieriger…

Kuss Sylvi

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Por favor escribid me vuestros direcciones para que os puedo mandar correos…he olvidado mi libro con los direcciones en alemania!!!!!

un beso Sylvi

Indische Gastfreundschaft

•Juli 19, 2008 • 1 Kommentar

Indische Gastfreundschaft

Wir sind nun seit einigen Tagen in den Genuss wahrer indischer Gastfreundschaft gekommen. Wir wohnen bei Ritu und ihrer Mutter. Ritu ist 30 Jahre jung und ihre Mutter wuerde ich anfang 50 schaetzen. Die Kombination ist fuer indische Verhaeltnisse ungewoehnlich, da Frauen in dem Alter meistens schon verheiratet sind oder sein sollen. Umso offener und unkomplizierter ist Ritu. Wir bewohnen ein schoenes Zimmer, relativ gross, es stehen zwei Betten in dem Zimmer, von denen eines gross genug fuer zwei ist. Theoretisch schlafen wir auf zwei Holzbrettern, welche mit einer Art duennen Steppdecke bekleidet sind. Es ist ungewoehnlich hart, aber sicher gesuender fuer den Ruecken als manch eine billige Schaumstoffmatratze aus unserem deutschen Lande. In dem Haus gibt es zwei Zimmer und eine Kueche. Schnell hatten wir verstanden, dass wir das Zimmer bewohnen, welches normalerweise das Schlafzimmer der beiden Frauen ist. Sie schlafen nun beide im Wohnzimmer. Die Mama auf dem Boden, Ritu auf einem Bett, welches nicht weiter als ein ausklappbares Eisengestell mit Holzbrett ist. Zunaechst fuehlten wir uns unwohl be idem Gedanken, den beiden das Schlafzimmer zu nehmen. Doch sie tun es gerne und wuenschen sich , dass wir uns wohl fuehlen.

Ritu and Friends

Ritu and Friends

Die Toilette ist eine typisch indische, ein Loch im Boden welches links und rechts eine flache Abstellmoeglichkeit fuer die Fuesse bildet. Entweder gibt es eine Spuelung oder aber was gewoehnlicher ist, einen kleinen Wasserhahn , der rechts vom Koerper an der Wand zu finden ist, in der Hocke erreichbar, und zwei Eimerchen. Toilettenpapier benutzt der typische Inder nicht. Ich finde, das durchaus gut fuer die Umwelt. Er bedient sich des Wasserhahns und seiner linken Hand. Die rechte bleibt immer sauber, denn sie wird zum Essen gebraucht.

Haben wir in unserem Haus noch eine Toilette, welche eine Tuer hat und abschliessbar ist, so erleben wir auch andere Haeuser, in denen wir als Gaeste einkehren, welche keine fuer uns offensichtliche Toilette haben.

So geschah es vor wenigen Tagen. Nach einer Reise unterwegs auf den Doerfern, kehrten wir auf dem Rueckweg im Haus eines Mitarbeiters ein. Es wurde uns versprochen, dass wir hier endlich auf die lang ersehnte Toilette gehen koennten. So betraten wir das Haus, standen in einer Art Flur, oder besser Vorraum, ohne Dach, in dem eine Treppe aufs Dach fuerhte. Hier ist die Toilette. Wo? Unauffaellig zeigten jemand in die Ecke unter der Treppe, ich lukte um die Ecke und sah ein kleines Loch, mit einem Durchmesser von 10 Zentimetern. Der Boden drumherum war glatt, aus Beton, es standen ein paar weisse Kanister drumherum , schmutziges Geschirr war auch nicht weit. Wir verstanden nach einer Weile, hier gibt es ein Loch, abwaschbaren Boden, Wasserkanister und Schmutzgeschirr. Ein Abfluss sozusagen. Das war die Toilette, ganz selbstverstaendlich, wie konnten wir dies nur nicht erkennen.

Indische Gastfreundschaft bedeutet auch, dass wir als Gaeste immer zuerst essen. Erst wenn wir fertig sind, dann ist der Gastgeber. Das war fuer uns zunaechst ungewoehnlich, da wir gerne mit den beiden liebenswerten Damen gemeinsam essen wollten, aber wir akzeptieren auch diese Sitte. Wir vermuten aber auch, dass es nur drei Teller gab, und dass auch ein Grund war, dass Mama immer zuletzt ass, neben dem Grund, dass sie bis wir satt waren und darueber hinaus in der Kueche war, und Essen zubereitete. Ein Gast in Indien wird niemals verhungern, er wird immer den besten Sitzplatz angeboten bekommen (was auch das Bett oder eine Liege bedeuten kann), er wird mit Chai Tee und wenn vorhanden mit Bollywoodfernsehen versorgt, auf welches die Inder sehr stolz sind und sich gerne zu Gemuete fuehren.

Unterweisungen von einem Guru

•Juli 11, 2008 • 3 Kommentare

Um diese zu erhalten habe ich mir Indien als Land meiner Wahl fuer das Praktikum ausgesucht. Und nun durfte ich gestern mein erstes Teaching von einem Schueler des Gurus der Sikhs erhalten. Nein es war nicht gestern, es war am heutigen morgen. Nachdem die Sylvi fest in ihren Traeumen verweilte, schlich ich mich morgens 4 Uhr aus dem Schlafsaal um die erste Zeremonie des Tages nicht zu verpassen und gegegebenfalls das Aufgehen der Sonne am Himmel ueber dem Goldenem Tempel nicht zu verpassen.

Am Abend zuvor bat ich darum puenktlich aufzuwachen. Da der Akku meines Handys bereits fast leer war, standen die Chancen gut, dass der Wecker nicht klingeln wuerde. Wie durch ein Wunder, wachte ich kurz nach vier auf, ohne dass mein Wecker klingelte, er haette es bereits kurz vor vier tun sollen.

Gegen 7 Uhr traf ich auf einen Sikh, er ging auf mich zu und erkundigte sich ob ich die Worte verstehen wuerde, welche im ganzen Tempel wie ein Mantra durchs Mikrofon erklangen, begleitet von Trommeln und anderen wenigen mir unbekannten Instrumenten. Ich sagte, nein , leider verstehe oder fuehle ich sie „nur“ mit dem Herzen.

Wir setzten uns hin und er unterrichtete mich in den wesentlichen Kernaussagen des Buches, welches die wahren Worte sind, die Ihnen von Gott gesadt worden sind. Das wesentlichste was ich hier gerne formulieren moechte:

Viel Geld bringt kein Glueck,

Aeussere Vergnuegen bringen kein dauerhaftes Glueck, weder viel Reisen, noch das Fernsehen oder andere Vergnuegen.

Alles was wir zum Glueck benoetigen ist stets anwesend.

Alles Anwesende besteht aus den fuenf Elementen.

Das Sorgen um die Zukunft macht keinen Sinn.

Das Leben in der Vergangenheit bringt keinen Sinn.

Leben ist heute und Jetzt.

Das wahre , dauerhafte Glueck ist nur in unserem Inneren zu finden. Wir selbst sind die Quelle.

Meditiere.

:)

Eine gesegnete Nachtruhe wuenschen Ines und Sylvie, die sich am morgigen Tag auf den Weg nach Madhya Pradesh machen.

Der Frieden ist bei uns …

•Juli 10, 2008 • Kommentar schreiben

… oder AMRITSAR ist WUNDERBAR. Wir sind an einem Ort gelandet, der uns beiden sehr gefaellt! „Und das mag was heissen!“ – Zitat Sylvia :) . Am goldenen Tempel in Amritsar.. Nach 10 stuendiger Zugfahrt gestern sind wir in dieser Stadt angekommen. Eigentlich haette die Fahrt lediglich 8 Stunden dauern sollen, doch irgendwann blieb die Bahn schlichtweg stehen. Wir kuemmerten uns nicht darum, niemand schien sich darum zu kuemmern. Hier in Indien lernt man schnell zu akzeptieren, wenn irgendwas fuer uns scheinbar ungewoehnlich laeuft. Ungewoehnliches wird gewoehnlich. Nachdem eine Stunde Stillstand vergangen war, begannen wir doch uns zu fragen was denn los sei. Nachdem die Haelfte der Inder bereits nach zehn Minuten aus dem Zug sprangen und ihre Runden draussen gingen, machten wir das dann auch nach ueber einer Stunde. Es stellte sich heraus, das irgendwas mit der Technik nicht in Ordnung war. Unsere beiden maennlichen Begleiter aus Berlin kamen von ihrem Rundgang nach 30 Minuten zurueck und zeigten uns mit Begeisterung das Filmchen, welches sie aufnahmen, als das Problem der Technik zu loesen versucht wurde. Es wurde eine neue Lok vorne angespannt, sah aus wie eine Dampflok, war auch eine! Es war das Ereignis schlechthin, unzaehlige Inder ernannten sich als Fachmaenner und koordinierten alles mit. Nach zwei Stunden Stillstand ging es dann weiter.

Amritsar ist die Pilgerstaette der Sikhs. Die Sikhs sind eine Mischung aus dem Hinduismus und dem Islam. Sie leben hauptsaechlich in der Region Punjab in Indien. Sie entstanden im 15. Jahrhundert aus dem Widerstand gegen das im Hinduismus existierende Kastensystem. Sie sind ganz offensichtlich an einem Turban zu erkennen, welche auf verschiedene Art und Weisen gebunden werden kann. Unter diesem tragen sie langes Haar, welches eigentlich selten bis nie sichtbar ist. Sie sollen ihr Haar wachsen lassen, wie es von Gott gegeben worden ist. Ausserdem tragen sie einen Kangha, einen Holzkamm fuer die Haarpflege, einen Kirpan, das ist ein Dolch oder ein Saebel, welches zur Selbstverteidigung, aber  vor allem auch zur Selbstachtung, Gnade und zum schuetzten Schwacher getragen wird, einen Kadha, das ist ein silberner Armreif, welcher heute die Gemeinschaft symbolisiert, frueher aber auch zum Schutz gegen Schwerthiebe diente und eine Kachera, eine kurze Unterhose, welche der Hygiene dienen soll. Frueher war es nicht immer ueblich eine Unterhose zu tragen. Es gibt noch so viel mehr interessantes ueber diese neu entstandene, fuer mich sehr friedvoll und liebend wirkende Religion zu sagen.

Hier in Amritsar gibt es viele Sikhs, wir haben schon mit einigen sprechen duerfen und waren immer sehr positiv ueberrascht , sie sind sehr offen, freundlich und ehrlich. Entegegen unser bisherigen Erfahrungen mit Indern, welche uns ansprechen, wollen sie wahrhaftig nur reden und selten etwas verkaufen. Die meisten Menschen sehen in unseren weissen Gesichtern nur „Money , Money“. Leider ist es so. Sie sind trotzdem sehr freundlich und wenn man offen spricht auch hoeflich und gastfreundschaftlich, doch oft bleibt einen kleiner Beigeschmack.

Wir schlafen hier im Tempelkomplex. Viele Pilger tun es uns gleich. Kost und Logie sind hier frei fuer jeden der es wuenscht. Fuer auslaendische Touristen gibt es extra Schlafsaaele und ein paar kleine Zimmer, in denen bis zu drei Naechte uebernachtet werden kann. Die Betten sind einfach Holzpritschen, Matratzen gibt es nicht. Auf jedem Bett liegen zwei meist schon sehr mitgenommen aussehende Decken drauf, welche das Holz ein wenig weicher erscheinen lassen sollen. Fuer meinen Anspruch kann ich nur sagen perfekt. Der Futon auf dem ich seit einiger Zeit schlafe ist ebenso hart, vielleicht war das der Grund, warum ich so gut wie noch nie hier in Indien die gestrige Nacht gechlafen habe. Vielleicht aber lag es auch an dem heiligen Ort, der voller Segnungen ist, vielleicht lag es auch an dem Schlafsaal, an der Groesse des weitem Raumes um mich herum, was eine willkommene Abwechslung zu den meist hier sehr kleinen Hotelzimmern, darstellt. In jedem Fall schlief ich fast 10 Stunden , und das obwohl ich es den meisten anderen Pilgern gleich tat und mich ohne einen Gang ins Bad, ohne Klamottenwechsel, einfach hinlegte und schlief. So simpel wie es klingen mag , habe ich es getan. Am liebsten waere ich im Innenhof direkt am Goldenen Tempel liegengeblieben. Unzaehlige Pilger schlafen hier direkt neben der goldenen Kuppel auf den Marmorboeden des Innenhofs. Die goldene Kuppel liegt wie auf einer Insel umgeben von Wasser in der Mitte des Innenhofes. Welch wunderbarer Schlafplatz sage ich nur. Ob alt oder jung, alle schlafen hier und warten vermutlich auf die erste Zeremonie des Tages, wenn das grosse Buch , aus welchem 18 Stunden am Tag, ohne Unterbrechung vorgelesen wird. Die erste Zeremonie beginnt dann gegen 4 Uhr.

Vielleicht werde ich morgen frueh daran teilnehmen, bevor es dann zurueck nach Delhi geht.

In jedem Fall ist dieser Tempel , neben dem Taj Mahal , eines der wunderschoensten Gebaeude, welche ich je wahrnehmen durfte. Ein Ort absoluten Friedens, der zum verweilen einlaedt. Ich bin dankbar ihn und mich hier erfahren zu duerfen.

Die Grossstadt bringt Erschoepfung

•Juli 8, 2008 • 3 Kommentare

Morgen nun endlich ist es soweit. Wir verlassen Delhi, noch nicht ganz, aber fuer ein paar Tage. Ich muss raus aus dieser Stadt! Es gibt Momente in denen ich durch die Strasse gehen und die Haendler und Menschen die sich meiner ganz offentsichtlich erfreuen, anschreien moechte. Diese Seite kenne ich nicht von mir. Es sind nur wenige solche Momente, und ich schreie dann auch niemanden an, aber das Unterdruecken kann auch nicht gesund sein. Was also tun? …

Nach Amritsar fahren und die Heiligkeit, die Segnungen und den Frieden eines Tempels geniessen. Obwohl auch dieser ORt bei Touristen bekannt ist, soll es dort sehr friedlich sein. Ich bin sehr neugierig darauf, wenn alles klappt werden wir dort auch uebernachten. Das finde ich ganz wunderbar, die Lust auf Delhi ist gleich nul derzeit. Das einzige was hier noch Freude bereitet ist das Shoppen gehen. Delhi ist ein Paradies fuer meinen Geschmack. Ob Schmuck, Kleider oder seltene Gegenstaende, es trifft meinen Geschmack 100 % und ist fuer mich preislich gesehen sehr erschwinglich. Da noch ein paar Wochen vor uns liegen will ich mich jedoch nicht vollstaendig schon mit Praesenten und Mitbringseln eindecken.

Nun dann erschoepft von Stadt und Mensch begebe ich mich zurueck zum Hotel, noch ein paar Sachen packen und schlafen gehen. Unser Zug geht morgen sehr frueh und wir haben eine 7 stuendige Fahrt vor uns.

Namaste.